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08.03.2010
Nachhilfe als Regelfall

Eine jüngst veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt: Nachhilfe ist in Deutschland längst der Regelfall. 1,1 Millionen Schüler nehmen konstant privaten Nachhilfeunterricht.

Der Nachhilfemarkt, der im Jahr 1,5 Milliarden Euro umsetzt, muss immer wieder mit Vorwürfen kämpfen, ein Graubereich zu sein. Der TÜV Rheinland gab kürzlich Empfehlungen für erfolgreiches Lernen im Rahmen der Nachhilfe ab. Demnach sollten Lerngruppen nicht mehr als fünf Schüler umfassen, die idealerweise im gleichen Fach unterrichtet werden.

Allgemein wird beim Thema Nachhilfe empfohlen:

  1. die Unterstützung sollte nicht zur Dauereinrichtung werden, sondern nur vorübergehend sein. Dem Kind sollte durch die Nachhilfe schließlich selbstständige Wissensaneignung möglich werden.

  2. Vorgespräch: verschiedene Anbieter sollten berücksichtigt werden - sowohl institutionelle als auch private. Vor dem Abschluss eines Vertrages ist eine persönliche Beratung wichtig, um die Schwächen des Kindes zu analysieren. Außerdem kann der Lehrer in einer Probestunde getestet werden. Erst danach sollte ein Vertrag abgeschlossen werden.
  3. Vertrag: Bei Nachhilfeinstituten sind die Mindestlaufzeiten von Verträgen wichtig. Die Kündigungsfrist sollte nicht mehr als zwei Monate betragen. Außerdem sind laut TÜV Rheinland Klauseln zum Unterrichtsausfall wichtig. Es sollte genau geregelt sein, wie die Bezahlung im Falle einer Erkrankung - Schüler oder Lehrer - abläuft.

  4. Austausch: Die Nachhilfeschule sollte den Eltern anbieten, den Kontakt zur öffentlichen Schule aufzunehmen. Ferner sind regelmäßige Gespräche mit den Eltern wichtig. Nachhilfeinstitute führen oftmals Buch über die Lerninhalte und Fortschritte der Schüler, können so auch Eltern über Lernfortschritte informieren.

  5. Wichtig ist auch, ob individuell auf die Schwächen der Schüler eingegangen wird.

  6. Qualifikation: Gute Nachhilfeschulen können die Qualifikation der Lehrkräfte belegen.

  7. Kosten: Die Preise liegen für eine Einzelstunde bei etwa acht bis 30 Euro, besonders günstige Angebote kosten meist zwischen 100 und 120 Euro pro Monat.

  8. Qualität: Bei Nachhilfeinstituten geben Siegel nach Art der TÜV- oder Isozertifikat Orientierung.

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